Archiv für März 2007

Nationalrat Toni Bortoluzzi: IV wurde “Sammelsurium für Leistungsunwillige” und produziert “Scheininvalidität”

Donnerstag, 29. März 2007

Nationalrat Toni Bortoluzzi beklagt in der “Schweizerzeit”, dass “die IV immer mehr zum Sammelsurium für Leistungsunwillige wurde”.

“Es wurde eine linke Betreuungsindustrie produziert, die davon lebt, Leuten eine Rente zu erteilen. Die IV wurde so zu einer Art “Komplementärsozialhilfe”"

Dass einige Sozialämter unter dem allgemein steigenden Kosten- und Rechtfertigungsdruck der IV und anderen Versicherern gleichziehen, und ebenfalls versuchen, sich ihrer Kosten zu entledigen, und dass dabei die Verantwortung hin- und hergeschoben wird, ist tatsächlich zu beobachten. Aber das ist natürlich direkte Folge einer Politik, die das Problem von Krankheit und Invalidität dadurch beseitigen will, dass sie es schlichtweg leugnet.

Was meint Herr Bortoluzzi eigentlich mit der “Betreuungsindustrie”? Wer lebt davon, “Leuten eine IV-Rente zu erteilen”?

Machen Sie sich Ihr eigenes Bild. Hier ist der Link zum Artikel in der Schweizerzeit

Gefährdung des Datenschutzes im Gesundheitswesen der Schweiz

Donnerstag, 22. März 2007

Ein interessanter Beitrag von Ewald Proll aus Wuppertal zur Gefährdung des Datenschutzes im schweizerischen Gesundheitswesen:

Störung in der Tiefe der Persönlichkeitsstruktur

Psychotherapie für 5 Euro im Monat – Ellis Huber im Gespräch mit Dietmar Luchmann

Mittwoch, 21. März 2007

Beim “Googlen” habe ich dieses Interview von Dietmar Luchmann mit Ellis Huber über “das deutsche Gesundheitssystem und den Wert der Psychotherapie für das soziale Bindegewebe” gefunden.

Wohlsein!

Dienstag, 20. März 2007

SUVA-Werbung 2007

Der Fluch der Mittelmässigkeit

Donnerstag, 15. März 2007

“Es lastet auf dieser Zeit der Fluch der Mittelmässigkeit”

Mit diesem Zitat von Kurt Tucholsky (1890-1935) leitete Frau Dr. med. Brigitte Muff, Mitglied des Zentralvorstandes der FMH, ihren erfreulich deutlichen Artikel in der schweizerischen Ärztezeitung (SÄZ, 2007; 88(4):125) über die gravierenden Veränderungen im schweizerischen Gesundheitswesen und das Raumgreifen medizinfremder Vorschriften und Prioritäten zulasten der eigentlichen medizinischen Arbeit ein.

“So wie die Spinne mit ihrem Faden die Beute umgarnt, bis diese sich nicht mehr bewegen kann, so werden wir von Reglementen und Zielvorgaben in die Enge getrieben, bis auch wir nur noch an Ort treten können.”

Sie spricht auch die grassierenden “Pseudoqualitätsmessungen” an:

“Wir müssen dauernd optimieren, dabei wird übersehen, dass die Patienten deutlich mehr von der Qualität unserer Arbeit profitieren würden, wenn wir uns ihnen mehr widmen könnten.”

Sie fasst die aktuelle Situation zusammen:

“Wir sind wieder ein Volk von Sammlern und Jägern geworden, sammeln Punkte und Credits und jagen den vorgegebenen Zielen und Pseudoqualitätsanforderungen nach und vergessen dabei, innezuhalten und zu reflektieren und uns auf das Wesentliche zu konzentrieren, nämlich unsere Patienten mit der entsprechend notwendigen Ruhe nach bestem Wissen zu behandeln.”

Ich möchte anmerken, dass wir m. E. nicht nur vergessen innezuhalten und zu reflektieren, sondern dass uns jede Möglichkeit und Zeit geraubt wird, dies zu tun.

Sie finden den Artikel von Frau Dr. Brigitte Muff unter folgendem Link:

http://www.saez.ch/pdf_d/2007/2007-04/2007-04-068.PDF

Die interessanten Leserbriefe zu diesem Artikel und die Replik von Frau Dr. Muff in der heutigen Ausgabe der SÄZ finden Sie hier:

http://www.saez.ch/pdf_d/2007/2007-11/2007-11-279.PDF


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